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Tansanias Glücksspielsteuereinnahmen steigen um 18,3 % auf 307,8 Milliarden TZS

Tansanias Glücksspielsektor erzielte jährliche Steuereinnahmen von rund 116,7 Millionen US-Dollar. Mobiler Zugang und digitale Zahlungen förderten das Wachstum und verstärkten den Bedarf an koordinierter Aufsicht.

Tansanias Glücksspielbranche erzielte im Geschäftsjahr bis Juni 2026 Steuereinnahmen von 307,8 Milliarden TZS, rund 116,7 Millionen US-Dollar, wie James Mbalwe, Generaldirektor des Gaming Board of Tanzania (GBT), mitteilte.

Der Gesamtbetrag stieg gegenüber 260,21 Milliarden TZS im Geschäftsjahr 2024/25 um rund 18,3 %. Die Zahlen beziehen sich auf den gesamten Glücksspielsektor und nicht ausschließlich auf Online-Glücksspiel. 

Mobiler Zugang fördert Online-Wachstum

Mbalwe führte den Anstieg teilweise auf die breitere Verfügbarkeit von Mobiltelefonen zurück. Dadurch können Kunden Sportwetten und Casinoprodukte nutzen, ohne stationäre Spielstätten aufzusuchen.

Digitale Zahlungen haben zudem Ein- und Auszahlungen vereinfacht. Gegenüber iGaming Business erklärte er, Online-Produkte hätten die Zusammensetzung der Brancheneinnahmen verändert: Früher dominierten stationäre Casinos und Spielautomaten, inzwischen leisten onlinebasierte Spiele den größten Beitrag.

Er nannte außerdem rechtliche und wirtschaftliche Reformen als Faktoren, die private Investitionen in den Sektor fördern. Die veröffentlichten Zahlen enthalten keine gesonderte Aufschlüsselung der Steuereinnahmen aus Online-Casinos, Sportwetten und anderen Glücksspielprodukten. 

Aufsicht stärkt Zusammenarbeit vor Ort

Neben dem Einnahmenwachstum benannte das GBT illegale Spielautomaten, unregulierte Online-Plattformen und unzureichende Spielerschutzsysteme als anhaltende Herausforderungen.

Um die Aufsicht zu stärken, unterzeichnete die Behörde eine Absichtserklärung mit der für Regionalverwaltung und Kommunalverwaltung zuständigen Stelle im Amt des Premierministers.

Die Vereinbarung umfasst Informationsaustausch, öffentliche Aufklärung, den Aufbau von Kompetenzen und die gemeinsame Überwachung der Einhaltung der Glücksspielgesetze. Sie soll die Koordination zwischen der nationalen Aufsicht und den örtlichen Behörden verbessern. 

Mbalwe sagte, die landesweite Präsenz der Kommunalverwaltung könne helfen, illegale Automaten schneller zu erkennen. Dies sei besonders wichtig, da nicht lizenzierte Betreiber in abgelegene Gebiete auswichen, die das GBT nur schwer direkt überwachen könne.

Elektronisches Selbstsperrsystem geplant

Die Aufsicht plant außerdem eine zentrale elektronische Datenbank, um die Überwachung von Selbstsperren zu verbessern.

Derzeit werden Angaben und Fotos gesperrter Spieler manuell an die Betreiber weitergeleitet. Mbalwe bezeichnete dieses System als unzureichend und erklärte, eine zentrale elektronische Plattform würde helfen, Versuche einer erneuten Glücksspielteilnahme zu erkennen.

Er ergänzte, dass Tansanias geltende Gesetzgebung verantwortungsvolles Glücksspiel und Spielerschutz nur begrenzt abdecke. Schutzmaßnahmen müssten daher weiterentwickelt werden. 

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