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Bruttospielertrag des lizenzierten Online-Glücksspiels in den Niederlanden steigt im ersten Halbjahr 2026 um 12 % auf 670 Millionen Euro

Der Halbjahresbericht der KSA zeigt höhere Einnahmen und mehr Kontoaktivität im lizenzierten Markt. Die geschätzte Spielerzahl sank leicht, während die Ausgaben bei Offshore-Anbietern unverhältnismäßig hoch blieben.

Lizenzierte Online-Glücksspielanbieter in den Niederlanden erzielten im ersten Halbjahr 2026 einen Bruttospielertrag von 670 Millionen Euro, 12 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Das geht aus dem jüngsten Marktüberwachungsbericht der Kansspelautoriteit hervor.

Auf Online-Casinos entfielen 492 Millionen Euro beziehungsweise rund 73 % des lizenzierten Bruttospielertrags. Wetten trugen 163 Millionen Euro bei und machten damit 24 % des Marktes aus. Die KSA brachte das Ertragswachstum und den gestiegenen Wettanteil mit der FIFA-Fußballweltmeisterschaft 2026 in Verbindung.

Der Markt zählte 31 lizenzierte Anbieter, von denen 28 ihre Produkte gestartet hatten. Die drei größten Unternehmen vereinten zwischen 30 % und 40 % des lizenzierten Bruttospielertrags auf sich.

Kontenzahl wächst stärker als Spielerzahl

Die durchschnittliche Zahl monatlich aktiver Konten stieg im Jahresvergleich um 15 % auf 1,48 Millionen. Die Betreiber registrierten innerhalb der sechs Monate 563.000 neue Konten. Die KSA nannte die Weltmeisterschaft als einen Faktor, der die Registrierungen begünstigte.

Die geschätzte Zahl der Personen, die lizenzierte Anbieter nutzten, sank jedoch um 2 % auf rund 820.000. Kontenzahlen dürfen daher nicht mit der Zahl einzelner Spieler gleichgesetzt werden: Eine Person kann Konten bei mehreren Unternehmen besitzen.

Laut KSA könnte die steigende Kontoaktivität bei weitgehend stabiler Spielerzahl darauf hindeuten, dass manche Kunden ihr Glücksspiel auf mehrere Anbieter verteilten, um separat für einzelne Konten geltende Limits zu umgehen. Der Bericht nennt dies als mögliche Erklärung und nicht als bestätigtes Motiv für jedes zusätzliche Konto.

Spieler im Alter von 18 bis 23 Jahren hielten 22 % der Konten. Der durchschnittliche monatliche Verlust pro Konto sank im Jahresvergleich um 4 % auf 75 Euro.

Anteil lizenzierter Anbieter unterscheidet sich deutlich je nach Kennzahl

Die KSA schätzte, dass lizenzierte Anbieter zwischen 94 % und 97 % der Spieler betreuten, jedoch nur 59 % des gesamten Bruttospielertrags aus Online-Glücksspiel erzielten. Der ertragsbezogene Anteil verbesserte sich dennoch gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 um zehn Prozentpunkte.

Die Aufsicht führte die Differenz zwischen diesen Kennzahlen auf deutlich höhere durchschnittliche Verluste bei Nutzern illegaler Anbieter zurück. Eine relativ kleine Gruppe von Offshore-Spielern kann dadurch einen wesentlich größeren Anteil der Glücksspielausgaben ausmachen.

Die Ergebnisse zeigen, weshalb Spielerbeteiligung und ertragsbezogene Kanalisierung unterschiedliche Perspektiven auf den Markt bieten. Lizenzierte Websites erreichen die überwältigende Mehrheit der Spieler, während ein erheblicher Teil der geschätzten Ausgaben außerhalb des regulierten Sektors verbleibt.

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