Eine strudelförmige Skulptur, die auf persönlichen Erfahrungen basiert, stand im Mittelpunkt einer Kampagne zur GambleAware Week. Sie soll Stigmatisierung entgegenwirken und Gespräche über Unterstützung anregen.
Das Office of Responsible Gambling in New South Wales hat eine 3D-gedruckte Skulptur eingesetzt, um die oft unsichtbaren Auswirkungen von Glücksspielschäden darzustellen.
Das gemeinsam mit der Werbeagentur Think HQ entwickelte Projekt übersetzt Schilderungen von Menschen, die von Glücksspielschäden betroffen sind, in eine physische Form. Zehn Modelle wurden für Veranstaltungen in Gemeinden des australischen Bundesstaates während der GambleAware Week produziert, die vom 19. bis 25. Oktober 2026 stattfand.
Das dunkle, strudelförmige Kunstwerk bildet das Zentrum einer Kampagne, die den Blick von persönlicher Schuld hin zu einem Verständnis von Glücksspielschäden als Problem der öffentlichen Gesundheit lenken soll.
Persönliche Erfahrungen prägen die Gestaltung
Tim Gray, der bei GambleAware Betroffene auf Grundlage eigener Erfahrungen unterstützt, wirkte an der Gestaltung der Skulptur mit und brachte seine persönlichen Erfahrungen mit Glücksspielschäden ein.
Nach Angaben der Regierung von NSW beschrieb Gray einen Strudel, der sein Geld, seinen Lebensmut und sein Glück verschlang und Depressionen, Angstzustände und Isolation zurückließ. Diese Schilderung prägte die visuelle Darstellung der Kampagne.
Gray suchte 2022 Hilfe und nutzte unter anderem GambleAware sowie Einzel- und Gruppenberatung. Heute unterstützt er andere als Aboriginal Gambling Peer Support Worker am St Vincent’s Hospital.
Er erklärte, Glücksspielschäden könnten unsichtbar bleiben. Offenere Gespräche könnten es Menschen erleichtern, Hilfe zu suchen.
Kampagne geht über die Skulptur hinaus
Die physischen Modelle wurden durch Videos sowie Werbung in sozialen Medien, im Radio, in der Presse und auf digitalen Kanälen ergänzt. Hinzu kamen Plakate und Materialien für lokale Organisationen. Die Kampagne umfasst außerdem übersetzte Informationen für ausgewählte kulturell und sprachlich vielfältige Gemeinschaften.
Sie richtet sich nicht nur an Menschen, die Glücksspielschäden erleben, sondern auch an deren Familien, Freunde und die breite Öffentlichkeit.
Alison Parkinson, Direktorin des Office of Responsible Gambling, erklärte, die Angst vor Verurteilung und die Überzeugung, Probleme allein bewältigen zu müssen, könnten Menschen davon abhalten, Unterstützung zu suchen. Die Kampagne soll diese Hürden durch respektvolle Gespräche ohne Vorverurteilung abbauen.
Zusätzliche Mittel für Hilfsangebote
Die Regierung von NSW kündigte für dieses Jahr zusätzliche 1,3 Millionen australische Dollar für GambleAware-Angebote an. Damit sollen weitere Standorte eröffnet und zusätzliche Unterstützungskräfte mit eigener Erfahrung gewonnen werden.
David Harris, Minister für Glücksspiel und Pferderennen, bezeichnete die Aktionswoche als Gelegenheit, Glücksspielschäden anzuerkennen und zugleich auf verfügbare Hilfsangebote hinzuweisen. Die Kampagnenbotschaft „Jetzt sehen wir es - sprechen wir darüber“ verbindet die physische Darstellung der Skulptur mit diesem übergeordneten Ziel.
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