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Brasilien gibt Banken 24 Stunden zum Einfrieren illegaler Wettkonten

Brasiliens Finanzministerium verpflichtet Banken nun, Konten von Betreibern, die von der Aufsicht SPA als illegal eingestuft werden, innerhalb von 24 Stunden einzufrieren und dies innerhalb von 48 Stunden zu bestätigen.

Brasiliens Finanzministerium hat neue Vorschriften veröffentlicht, die Banken und Zahlungsinstitute zur Bekämpfung illegaler Wettangebote verpflichten, berichtet iGaming Times. Sobald die Aufsichtsbehörde SPA einen Betreiber als illegal einstuft, müssen Finanzinstitute dessen Konten innerhalb von 24 Stunden einfrieren und neue Transaktionen stoppen, die Sperre innerhalb von 48 Stunden bestätigen und relevante Informationen zur weiteren Bearbeitung der eingefrorenen Gelder an die Aufsichtsbehörde weiterleiten.

Banken sind nun außerdem verpflichtet, verdächtige Transaktionsmuster zu überwachen, darunter Masseneinzahlungen, häufige Kleinzahlungen sowie Hinweise auf Wetten oder Boni in den Beschreibungen von Pix-Zahlungen. Die Vorschriften führen zudem eine gesamtschuldnerische Steuerhaftung ein: Finanzinstitute, die weiterhin Transaktionen für einen illegalen Betreiber abwickeln, können für dessen unbezahlte Steuern haftbar gemacht werden. Technische Umsetzungsvorgaben wurden noch nicht veröffentlicht; nach deren Veröffentlichung haben Banken 30 Tage Zeit, ihre Systeme entsprechend anzupassen.

Der neue Rahmen erweitert die Compliance-Pflichten des brasilianischen Bankensektors im Kampf gegen illegale Wettangebote erheblich und verlagert einen Teil der Durchsetzungsverantwortung auf die Finanzinstitute selbst, anstatt sich ausschließlich auf regulatorische Maßnahmen direkt gegen Betreiber zu stützen. Insbesondere die gesamtschuldnerische Steuerhaftung schafft einen starken finanziellen Anreiz für Banken, Sperranordnungen umgehend umzusetzen, sobald ein Betreiber als illegal eingestuft wird.

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